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Sonntag, 6. April 2014

Platt gesessen.

Die überwiegende Zeit sitzen wir ja im Büro oder bei Gericht. Wir reden reden und reden und sagen meist nicht viel.

Egal. Manchmal muss man auch auf die Reise gehen. Und an einem Tag 833 KM zu fahren und zwischendurch noch eine Verhandlung (den Grund der Reise) zu absolvieren, ist schon anstrengend.

Sehr sogar, da ich es nicht gewohnt bin. Das räume ich gerne ein.

Aber die Sache hat sich gelohnt. Es ging um einen Einfuhrschmuggel. Mandant soll Gras über die Grenze gebracht haben.
Eine engagierte Verteidigung war notwendig. Immerhin steht eine Freiheitsstrafe nicht unter zwei Jahren auf dem Spiel.
Verhandelt hin - und her und am Schluss war es der angestrebte minder schwere Fall und es gab ein Jahr und 10 Monate auf Bewährung. 

Das ist das Optimum des Erreichbaren.

Dann waren da noch Betrugs- und BTM Verfahren die nicht außergewöhnlich, aber allesamt zufriedenstellend gut abgeschlossen werden konnten.

Besonders war noch eine Strafsache am Mittwoch vor dem Schöffengericht. Geschlagene 3 1/2 Stunden haben wir auf meinen Angeklagten gewartet... . Unfassbar. Er hat die Tage verwechselt und so musste die gesamte Besatzung mit samt zwei weiteren Angeklagten warten.

Das war anstrengend. Sehr sogar. In Untätigkeit verharren zu müssen. Aber egal. Der Mandant ist nett und hat sich entschuldigt. Sei es ihm verziehen. Und das ich wegen ihm meine gesamten Nachmittags - Besprechungstermine absagen musste, ist auch verziehen.