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Sonntag, 2. Februar 2014

Vergänglichkeit und Straßenstrich

Heute mal wieder ein tolles #Wetter. Sonnenschein und recht mild. Wie der ganze Winter schon.

Schnell hole ich mein Rad aus dem Verschlag und mache die Köter startklar. Und los... . Durch Saarbrücken, den angrenzenden #Stadtwald und zur Saar.

Am alten Saararm liegt seit Jahren dieses Schrottschiff. Es modert und rostet vor sich hin.
Im Sommer kann man die #Schnappschildkröten sehen, wie die sich auf die lösenden Teile legen und auf ihre Opfer warten.
Oder eben auf dumme Köter, die den Schildkröten in der stinkenden Brühe zu nahe kommen.

Jedenfalls ist es immer wieder bemerkenswert, dass diese Rotteil noch zu schwimmen scheint. Wie ich aus Gespräche mit Bootsbewohnern weiß, wohnen da auch "gestrandete Mitbürger".
Zeitweise jedenfalls.

Der Rost wird jedoch früher oder später Tribut fordern und das Teil wird entfernt werden. Ober aber weil Frau Oberbürgermeisterin #CharlotteBritz ein sauberes #Saarbrücken will und alles hieran setzt, Schandpunkte zu eliminieren.

Dies gilt nicht nur für Sachen, sondern auch für menschliche Schicksale.
Frau #Oberbürgermeisterin hat es wohl nicht gefallen, dass #Saarbrücken als #Hauptstadt der #Prostitution in Saarbrücken bezeichnet wird.

Die Medien und +Bild haben ja zigfach darüber berichtet.

Alle Kleinbetriebe mit #Bordell - Bezug bekommen von der Stadt #Saarbrücken derzeit nur Probleme  auf den Tisch gelegt.

Nutzungsuntersagungen, Gewerbeverbote und so weiter. #Sperrbezirke werden neu gewürfelt und so weiter.

Und parallel hierzu baut ein Investor an der Stadtgrenze ein #Großbordell.

Die Kleinen werden zerschlagen, die "Großen" machen weiter.

Toll. Die Einzelschicksale der Bordelle, die seit Jahren unter der Beobachtung von Sitte und Co. ordnungsgemäß laufen, sind egal. Ein sauberes Saarbrücken muss her.

Dies führt dazu, das wir derzeit gehäuft Mandate gegen diese Verfügungen der Stadt bekommen um einstweiligen Rechtsschutz zu erlangen.

Es ist schwer verständlich, dass #Bordelle, die seit mehr als 25 Jahren an ein und demselben Ort nun "störend" sein sollen.

Das werden die Richter entscheiden.

Aber, liebe Frau #Oberbürgermeisterin #CharlotteBritz, was denken Sie eigentlich, was die Frauen machen, die aus den Häusern gehen müssen weil Sie diese schließen ?

Glauben Sie ernsthaft, die Frauen werden nun "Kassiererin bei Lidl" und geben deren - freiwillige - Prostitution auf ?

Weit gefehlt. Die Frauen suchen sich andere Läden. Oder gehen auf die Straße. Und das ist das Schlechteste, was man den Frauen wünschen kann.

Wohlgemerkt, ich rede von Frauen, die sich freiwillig prostituieren !

Gestern fuhr ich am Saarbrücker Schwimmbad #Calypso gegen 19.00 Uhr vorbei. Viele Jugendliche und Kinder verließen das Bad und gingen zur Bushaltestelle.

Rings um die Bushaltestelle, zählte ich auf ca. 200 Metern 20 Frauen auf dem Straßenstrich die offen die Autofahrer animierten.

Ich tippe auf rumänische Frauen.

In Gegenwart der Kinder und Jugendlichen, machten diese die Autofahrer an.

Unfassbar dreist. Aber wo waren Sie, Frau Oberbürgermeisterin um diese Störung zu beseitigen ?

Wahrscheinlich irgendwo essen. Klar, Samstag Abend ist es schwer zu kontrollieren. Beamte und öffentliche Angestellte arbeiten selten Samstags.

Aber hier liegt das Problem:

Sie drängen die Frauen auf die Straße und dort herrscht Wildwuchs. Ohne Kontrolle. Oder glaubt irgendeiner, dass die Frauen auf der Straße - die für Euro 30,00 "alles machen" - täglich ihre Euro 25,00 #Pauschalsteuer nach dem Düsseldorfer Verfahren zahlen ?

Garantiert nicht.

Daher wage ich die Prognose, dass die üble Straßenprostituion in Saarbrücken immer mehr werden wird, je mehr Sie - liebe Frau Britz - kontrollierbare Bordelle schließen.


Herzlichen Glückwunsch.

Aber ich komme zurück zu meinen Worten zu Beginn des Blogs:

Alles ist vergänglich. Auch der Posten eines Oberbürgermeisters / einer Oberbürgermeisterin... .