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Mittwoch, 29. Januar 2014

Jugendkammer. Seelenpflege und Kaffee.

Heute mal wieder bei der Jugendkammer.
Was soll ich schreiben ?

Mir fällt viel - sehr viel - ein. Nur leider darf ich nichts über die Verhandlung posten.

Warum ?

Der gesetzliche Schutz des Jugendlichen nach dem JGG.
Nichtöffentlich und so.
Daher halte ich mich brav an die Vorgabe und poste nichts inhaltlich über das Verfahren.

Für die, die jetzt anhand des Blogtitels geglaubt haben mich "erwischt" zu haben ein dickes Sorry.

Aber egal. Auch im Büro ist der Wahnsinn am Start. Die Post bearbeiten; die Anrufer abtelefonieren.

Seelenpflege halt. Ein Teil der täglichen Hauptgeschäft eines Anwaltes.

Das wird leider zu oft übersehen.
Von der Justiz und allem was dran hängt.
Ich meine, dort liest man schön nett verpackt und vorbereitet die Schriftsätze und Akten.

Die Mandanten kommen hübsch gestylt zum Termin und sind immer nett.

Leider viel zu selten fragt "die Justiz" nach den Hintergründen.

In den Besprechungen in der Kanzlei wird von uns Anwälten die Vorarbeit geleistet.
Wir hören uns die Geschichten der Mandanten an. Wir überlegen, welchen Rat wir zu welcher Frage geben können.

Nicht selten werden wir von hektisch, boshaft nervösen Mandanten angerufen, die ihrem Gegenspieler sofort auf die Mundpartie hauen wollen.
Wir nehmen uns die Zeit und beruhigen die Gemüter.

Ob ein Streit lohnt oder ob wir lieber auf eine Einigung hinarbeiten.
Wir nehmen den Mandanten die oft massiv angestaute Aggression und "bringen diese wieder runter".

 So, dass sinnvoll gearbeitet werden kann und der Eindruck vor Gericht nicht gleich zerschossen ist.

Wir geben den Mandanten Gedankenanstöße in verschiedene Richtungen und hoffen auf ein gewisses Maß an Vernunft.

Denn nur mit einem strukturierten, vernünftigen Mandanten lässt sich ein Problem bearbeiten.
Und vor Gericht erscheinen.

Das alles ist die Vorarbeit von Anwälten und Anwältinnen, die nur zu oft im Tagesgeschäft übersehen wird.

Alle Kollegen wissen was ich meine.

Und damit wir das täglich durchstehen, brauchen wir ab und zu einen Kaffee.

Und den hole ich mir jetzt.