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Dienstag, 28. Januar 2014

Geständnis ? Nein Danke.

Die Abstrusität dessen was wir erleben, nimmt kein Ende.

Ein Strafverhandlung heute vor dem Amtsgericht.

Der Angeklagte bestreitet die Körperverletzung mit Vehemenz.
Sein Bruder der mit ihm um die Häuser gezogen war, erklärt der Täter gewesen zu sein.
Auch mit Vehemenz.

Bei keinem geht es um eine etwaige Strafverbüßung, beide haben super Sozialprognosen.

Aber das Geständnis jedoch ist nicht gewollt. Keiner glaubt dem geständigen Zeugen. Im Gegenteil wird er jetzt ein Verfahren wegen uneidlicher Falschaussage bekommen.

Ja wie geht denn das ?

Tja. Recht haben und Recht bekommen sind zwei paar Schuhe.

Das Gericht war der Ansicht, es sei gelogen worden, weil die Schilderungen von Angeklagten und Zeugen nicht deckungsgleich waren.

Aha.

Wissen wir doch alle, dass für den Fall das sich zwei Aussagen massiv decken (und dann noch bei Brüdern) keiner das glaubt und es heißt "die haben sich abgesprochen".

Also ist es völlig egal, was los ist. Wenn ein Richter von der Schuld nach Aktenlage überzeugt ist, ist es immer ein massiver Kampf der Verteidigung das erlesene Bild zu erschüttern.

Gelingt aber nicht immer. Das aber jemand als Zeuge  eine Tat gesteht und schildert, ist selten. Eigentlich sollten sich die Rechtsverfolgungsorgane über eine solche Reue freuen.

Weit gefehlt, wie sich zeigt.

Na ja. Dann geht es halt in die Berufung.