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Mittwoch, 20. November 2013

offene TBC ist ja nicht so schlimm

Heute morgen eine kleine Sache. Na ja. Subjektiv. Klein für mich. Groß für den Mandanten. Er soll mit zwei Promille gefahren sein. Keine Zeugen. Aber die Cops waren sicher das er gefahren war.. . Sicher bis zur Hauptverhandlung.

Wurde ein FREISPRUCH. Mandant ist happy und gut ist. Mehr sage ich hierzu nicht.

Dann noch einen Einbruchsdiebstahl, der auch eingestellt wurde. Gut so. Aber die Zeit drängt, da ich zu einem Mandanten nach xxx ins Kittchen muss. Also ab auf die Piste:



Interessante Sache. Der Mandant soll im guten zweistelligen Bereich Gras aus Belgien nach Deutschland verbracht haben. Die Sache läuft; aber mehr vorerst noch nicht, da - wie ich weiß - auch die Cops hier mitlesen.

Jedenfalls wunderte ich mich, dass es am "Empfang" der JVA hieß, der Mandant käme im Vollkörperkondom. Sozusagen. Also Sicherheitsstufe eins. Also frage ich nach dem Grund und alle sehen mich an ob ich das nicht wüsste.

Nein, weiß ich nicht. Was denn ?
Offene Tuberkulose.

Na super. Da habe ich das Gespräch auf meinen Wunsch hin nur hinter einer Trennscheibe geführt. Aber klasse, dass mich niemand vorher informiert.

Der Mandant ich auch überrascht ob der Zufallsdiagnose, leidet aber mehr darüber das sei Monaten niemand - nicht mal Mitgefangene - mit ihm reden wollen. Wegen der Krankheit.

Und das setzt dem Kunden wohl massiv zu. So sehr, dass der nicht nur von Suizid erzählt, sondern sogar schon einen Hungerstreik hinter sich hatte weil keiner mit ihm spricht.

Das ist ja schon Psychoterror. Ist Kommunikation nicht ein Grundrecht ?

Ich meine Ja. Und habe das erst mal bei der Staatsanwaltschaft aktenkundig gemacht. Nicht das es später mal wieder heißt "haben wir nicht gewusst".

Wie immer ist verdrängen leicht. Dann noch Termine und für heute ist gut.