Wir freuen uns über tolle Bewertungen.

Samstag, 14. September 2013

Rotlicht

Diese Woche war buchstäblich "Hammerhart".

Zig Termine die viel Aktenlesen zur Vorbereitung erfordert hatten. Aber die Ergebnisse waren klasse.

Vor dem Jugendschöffengericht hatte der massig vorbestrafte Mandant noch seine Bewährung erhalten obwohl ich selbst bis zum Urteilsspruch daran nicht geglaubt hatte.

Aber vielleicht war mein #Plädoyer doch überzeugend ... . Das Beratungsgeheimnis wird eines bleiben.

Eine Berufungsverhandlung fand dann noch am selben Tag vor der Strafkammer statt. Obwohl der Mandant eigentlich recht fix im Kopf ist und wusste das er KEINE Bewährung in erster Instanz erhalten hatte, hat er wohl einiges falsch verstanden.

Vorsitzender zum Angeklagten: "Herr X, was für ein Ziel haben sie mit der Berufung?"

Angeklagter: "Was hatte ich noch mal in der ersten Instanz bekommen ?"

Vorsitzender: "Zwei Jahre Freiheitsstrafe".

Angeklagter: "Das ist doch ok. Ich nehme meine Berufung zurück".

Dann geht der Rest ganz schnell und auf mein Intervenieren blockt der schlaue Mandant und meint das wäre in Ordnung.

Als ich es ihm noch mal ganz langsam erklärte, meinte er immer noch es sei ok.

Aber irgendwie hat der wohl nicht verstanden, dass keine Bewährung dabei war... . Mehr als Beraten kann ich auch nicht. So muss jeder für sich entscheiden. Aber vielleicht hatte er sich auch schuldig gefühlt. ...

Egal.
Dann begann noch das #Rotlicht Verfahren vor dem Landgericht. Der erste Verhandlungstag zeichnete sich dadurch aus, dass Herr Oberstaatsanwalt über Stunden die #Anklage verlesen hatte.

Waren halt zig Seiten. #Steuerhinterziehung #Menschenhandel und #Zuhälterei.

Die Sache wurde von mir gut vorbereitet und ich habe das richtige Bauchgefühl, dass meine Mandantin nach dem Verfahren nach Hause gehen wird.

Der Kollege Verteidiger des anderen Angeklagten geht wohl eher den Nicht - Verständigen - Weg... . Ich befürchte, das wird gehörig für den Angeklagten in die Hose gehen... .

Aber das soll der Kollege Fachanwalt für Strafrecht mit seinem Mandanten klären. Mir geht es um meine Mandantin. Nicht mehr und nicht weniger.

Das die anwesende Presse von dem stundenlangen Verlesen der Anklage nur Abfahrt und Bahnhof verstanden hat, zeigt der Presseartikel.

Das Verfahren geht weiter... . Ich werde berichten.

Ich meine, der Bericht ist schon ok. Aber dahinter steckt viel viel mehr. Viel viel mehr. Mehr verrate ich aber noch nicht. Nur soviel:

doch nicht....