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Mittwoch, 26. Juni 2013

Unfassbar viel PEP

Es ging mal wieder um Amfetamin, auch PEP genannt. Nicht der Fußballspieler also, das Teufelszeug.

Eine richtig große Menge wurde da bei dem Mandanten gefunden. Sage und schreibe ganze 6 Gramm.




Der Mandant ist - wie sollte es anders sein - vorbestraft. Ich - wie sollte es anders sein - sein Verteidiger.

Die Hauptverhandlung war schon Anfang 2013 und die Einlassung dahingehend, dass die gefundene Menge vielleicht 6 Gramm waren, aber NIEMALS 6 Gramm PEP.

Das Gericht versuchte den Angeklagten zu beeindrucken und wies darauf hin, dass (wollte er nicht geständig sein) ein Sachverständigengutachten über den Amfetamingehalt - Base - eingeholt werden würde.

Aber wir ließen uns nicht beeindrucken und baten um das Gutachten.

Das Gutachten kam. Ergebnis: Amfetamin Base 0,034 Gramm.

Also weit von den 6 Gramm entfernt... .

So standen wir in der nächsten Runde der Hauptverhandlung und ich regte die Einstellung an. Die Staatsanwaltschaft aber wollte nicht. Wegen der Vorstrafen.

Die Richterin sprach dann weise eine Verwarnung mit Strafvorbehalt aus.

Auch gut.

Aber, liebe Staatsanwaltschaft, die Jungs und Mädels die zig Kilos über die Grenze holen, sind doch interessanter... . Da haben wir doch auch genug von... .


Und bevor ich es vergesse, liebe mitlesende Richter, Staatsanwälte und Polizeibeamte aller Dienstgrade. Das obige Bild stellt keine verbotenen Substanzen dar. Ist nur Zucker... . Aber ein Bild pept (das passt ja) den Blog auf... .