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Freitag, 12. April 2013

Raub mit Bewährung und Freispruch

Ja ja, ich muss mal wieder bloggen.
Gestern eine Raubsache verhandelt. Schwerer Raub. Mindeststrafe drei Jahre.
Also hängst Du dich als Verteidiger rein um das Beste aus der Sache zu machen.

Akte gelesen und es gibt nur eine Chance. Täter Opfer Ausgleich (sprich: "zahlen") und ein volles Geständnis.
Damit zum minderschweren Fall und auf Bewährung gehen.

Hat geklappt. Mandant hat Bewährung in einer Sache für die es eigentlich nie Bewährung gibt. Andere bekamen schon für eine vergleichbare Sache mehr als sechs Jahre.

Gut gelaufen.

Dann haben wir heute noch eine Wirtschaftsstrafsache - Verstöße gegen die Abgabenordnung - fertig gemacht. Fünf Verhandlungstag und Herr Staatsanwalt ging damit ins Gefecht 2 1/2 Jahre ohne Bewährung mal zu avisieren.

Geht gar nicht. Also Beweisanträge rausgehämmert und zig Zeugen vernommen.

Verteidigung ging auf. Der Mandant wurde freigesprochen.

Seine "geständige" Mitangeklagte wurde aufgrund deren Geständnis verurteilt.
Egal. Hauptsache mein Kunde ist zufrieden.

Und das ist er und feiert heute Abend den tollen - aber auch hart erarbeiteten - Freispruch.

Ach ja.

Ein Mandant konnte  mir den Einbrechertyp vom vorherigen Blog identifizieren. Ich sehe mal ob die Adresse stimmt und hoffe dann mal, das ihm nichts geschieht... .