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Montag, 25. Februar 2013

Gnade

Heute war für einen Mandanten ein guter Tag.
Er hatte eine Bewährungsauflage schlicht verpeilt. Dann kam es zum Widerruf und das Kartenhaus fiel zusammen. Alle Rechtsmittel hatten keinen Erfolg und die Ladung zum Strafantritt kam.

Der Mandant war fassungslos und erbost über sich selbst ob seiner eigenen Schlampigkeit.

Da blieb mir nur eines, nämlich ein Gnadenantrag nach der Gnadenordnung.
Der Profi weiß, dass dieses Schwert denkbar stumpf ist und massiver Arbeit ob der Begründung braucht.

Gemacht, getan.
Heute kam der Anruf der Generalstaatsanwaltschaft. Der Antrag wird bewilligt. Hurra. Der Mandant lebt wieder auf und kommt mit einem blauen Auge davon.

Ein anderer Mandant bekam dann noch obschon zig Vorstrafen und zig Jahren Haft noch mal Bewährung.
Das war nicht leicht, da der Therapeut von mir als Zeuge zur positiven Prognose vorgeladen wurde.
Und damit gar nicht einverstanden war und sich erst mal durch Verlesen eines Pamphlet bei Gericht über mich beschwerte.

...
Na ja, durch die immanente Diffamierung meiner Person habe ich den Guten dann erst mal abgemahnt.
Nicht mit mir, lieber Therapeut. ...

Egal. Andere Sache.

Hier noch mein neuer Tacker. Hat doch was... .