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Dienstag, 11. September 2012

Kollege wider Willen

Nicht nur genug, dass ich gestern von 13.00 bis 18.15 Uhr am Sozialgericht in einer Beweisaufnahme saß.
Schon das war anstrengend ohne Ende.
Nein, heute geht es weiter mit einer Strafverteidigung.
Und da bis zum Aufruf noch Zeit ist, blogge ich und warte auf den Mandanten.

Aber mein Bauchgefühl sagt mir, dass er nicht kommt.
Mal sehen, ob ich Recht behalte.

Noch ist er in der Zeit. Noch.

Vertreibe ich mir die Zeit und blicke zurück. Da denke ich an einen besonders unsympathischen, unmoralischen einfach hoch abstoßend empfundenen "Kollegen" der Anwaltschaft aus einem Vorort von Saarbrücken.

Viele Mandanten von mir haben den auf dem Kicker und würden dem gerne mal bei Dunkelheit einen Besuch abstatten.
Aber wie ich halt bin, habe ich alle Kräfte zurückgehalten.
Soweit mir möglich.

Aber ich denke, mein Einsatz wird auf Null reduziert und die Welle möge rollen.


Nur lernt der "Kollege" nicht dazu und macht sich alle mit viel Mühen zum Feind. Selbst die Ruhigsten bringt er aus der Fassung und zum Kochen.

Meines Erachtens nicht gut. Gar nicht gut. Denn die Götter die er rief, wird er nicht wieder los.

Da bin ich mir sicher.

Muss man als Anwalt eigentlich zu jedem anderen Anwalt "Kollege" sagen ?


Ich meine, andere Wörter würden den Typus viel besser bezeichnen.

Und einfach auf den Boden spucken, wenn er an einem vorbeigeht, ist auch nicht so die feine Art.

Hat jemand eine Idee ?

Aha. Zeit vertrieben, Mandant da. Bauchgefühl ist wohl eher ein Hungergefühl gewesen.