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Donnerstag, 24. Mai 2012

Verurteilung mal zwei für Heute

Heute morgen ging eine zig Tage andauernde Beweisaufnahme vor einem Strafgericht zu Ende. Das Verfahren war interessant. Es ging um Betrug. Als ich in das Verfahren reinkam - als Verteidiger - gab es schon eine Strafverhandlung mit einer Kollegin. Und die schaffte es, für den Mandanten einen Strafbefehl mit einer Freiheitsstrafe mit Bewährung "rauszuholen".
Der Mandant empört sich, er sei unschuldig und buchte mich.

Also lese ich mich in die Akte ein und wir fangen nach einem Einspruch mit der Hauptverhandlung noch mal von vorne an.

Und stellen fest, dass die Hälfte der Taten schlicht verjährt ist. Also stellen wir die erst mal ein.
Es geht um Betrug... .

Viele Zeugen und Sachverständige. Heute kam ein recht intelligent klingendes Urteil raus. Mal sehen, wie es begründet ist und ob ich es "verstehe". Abwarten. Jedenfalls war es keine Freiheitsstrafe sondern nur 60 Tagessätze.

Und die werden nicht eingetragen; gelten nicht als Vorstrafe. Gut.

Lasse ich als Erfolg durchgehen.

Dann grade noch eine weitere Strafsache. In der Bewährung wieder mal Drogenhandel. Und der Mandant sitzt in Haft. Wenn ich recht überlege, kann ich aus den ganzen Briefen die er mir schreibt ein Buch binden lassen ... . Jedenfalls vom Umfang her.

Aber auch hier konnte ich noch mal eine Bewährungsstrafe rausholen. Die greift zwar erst nach der Strafhaft, aber er darf sogar eine ambulante Drogenentzugstherapie bei dem Therapeuten seines Vertrauens machen.

Und schon das ist sensationell, so dass ich jetzt noch die Akten wälze und dann die Flatter mache... .