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Freitag, 24. Februar 2012

Den Tatort vergesse ich nie

Wenn schon wieder mal die


"Es ist super eilig, ich brauche dringend einen Termin" 

Mandanten nicht kommen, da Ausschlafen wichtiger ist, bearbeite ich mal die Post.

Und siehe da.
Eine Abschiebungssache.

Der Mandant sitzt wegen Mordes in der Forensik und soll seit November 2011 nach Frankreich - seine Heimat - abgeschoben werden.

Nur wollen die Franzosen ihren Bürger nicht mehr; erst Recht nicht in einer Forensik.

Also wartet der Mandant brav bis zum Tag x, obschon rechtskräftig festgestellt ist, dass er sich in Deutschland nicht mehr aufhalten darf.

Juristenlogik halt.

Dann steht da so was wie 


"Unmittelbar nach Betreten des Zimmers feuerten Sie das Schrotgewehr aus einer Entfernung von 30 cm in das Gesicht ihrer schlafenden Freundin, die daraufhin verstarb".

Ja. Ich erinnere mich.
Ich hatte mir damals den Tatort angesehen. Live.
Aber das Gehirnmasse und Schädelknochen soweit streuen, hatte ich nicht erwartet.

Übel. Übel.

Übel auch, dass dort nicht gereinigt war und man aufpassen musste, wohin man seinen Fuß setzt.