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Mittwoch, 9. November 2011

Türsteher - Freispruch

Das war mal wieder eine nette Geschichte.

Ich vertrete einen Türsteher einer Diskothek.
Klar, dass es mal wieder zu einer Schlägerei kam.

Nur blöd, dass einer seine gesamte oberer Zahnreihe verlor.

Also suchte das Opfer auf wkw nach einem Täter und erinnerte sich an den Türsteher, meinen Mandanten.

Anzeige erstattet, volles Programm. Die gesamte Clique erkannte plötzlich meinen Mandanten als den Täter.

Anklage vor dem Amtsgericht.

19 Hauptverhandlungstage werden durchgeführt.

Und:
Ein Jahr und zwei Monate Freiheitsstrafe.

Super.

Also in die Berufung.

Und der erste Eindruck war, dass der Richter - im Gegensatz zum Richter vom Amtsgericht - wirklich unabhängig war und die Akte und Beweisanträge von mir gelesen hatte.

Nach fünf Verhandlungstagen vor der Berufungskammer:

Freispruch.
Der Richter teilte meine Bedenken als Verteidiger und sah die Tat als nicht erwiesen an.

Im Gegenteil wären nach den ersten Opferschilderungen ganz andere Personen die Täter gewesen und nicht der Angeklagte der erst durch das Foto auf wkw bezeichnet wurde.

Gut. Der Mandant ist happy und versicherte mir auch nach dem Urteil des Landgerichts, wirklich nichts gemacht zu haben.

Also ein Sieg der Gerechtigkeit.

Die Staatsanwaltschaft war auch in Berufung gegangen und beantragte übrigens eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und achtausend Euronen Schmerzensgeld.


Also: GOTCHA.