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Donnerstag, 14. Juli 2011

Drogenschmuggel, VP, LKA und Fragenzeichen

Heute mal wieder ein Paar Verhandlungen vor der Strafkammer - Berufungsinstanz - gehabt. Einer konnte wenigstens von ohne Bewährung nun mit Bewährung aus dem Gerichtssaal.
Dann noch eine Haftbefehlsverkündung wegen dem Verdacht des Handeltreibens mit BTM.

Die Jungens waren in Luxembourg festgenommen worden, nachdem das LKA eine Observierung durchgeführt hatte.
Die Luxembourger machten den Zugriff, obschon die eigentlich nur observieren wollten.
Egal. Das hieß Haft in Luxembourg. Und dann die Auslieferung nach Deutschland.

Mein Mandant war eigentlich gut gelaunt und meinte, die Haft in Luxembourg wäre ok gewesen. Er hätte die Zellentür immer offen habt und hätte auch täglich telefonieren können. Mit Jedermann. Und auch Privatkleidung sei selbstverständlich. Auch unüberwachte Besuche.

Nun ja. Als ich ihm klar machte, wie die Haft in BTM Delikten in Deutschland aussieht, verging ihm das Lächeln.
Erst einmal sagte das LKA das es keine Telefonerlaubnis geben würde. Das alle Besuche überwacht würden, sei auch klar. Zudem bekäme der Mandant auch hübsche Anstaltskleidung.

Upps. Auch das mit der Postkontrolle war wohl neu für ihn.

Aber da muss er wohl durch. Es ist halt immer schwierig, wenn eine (vermeintliche) Mittäterin sofort in der ersten Vernehmung geständig ist und alles auf die anderen (vermeintlichen) Mittäter schiebt.

Und wenn die dann nicht einmal die Möglichkeit hatten was zur Sache zu sagen, ist das schon unfair.


Oder aber die (vermeintliche) Mittäterin ist die in der Akte vorhandene VP ... . 
Das wäre jedenfalls dann schlüssig. VP, zum Schein mit nach Holland gefahren, in Luxembourg aus der Haft sofort raus und das "Schätzchen" des LKA. 


Würde passen. ... 


Ist aber nur eine kranke Verteidigerphantasie.


Ich denke mal darüber nach... .