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Dienstag, 12. April 2011

"Spielcasino-Räuber"

So schreibt die Saarbrücker Zeitung am heutigen Tag in ihrer Online Ausgabe SOL zu dem Fall, in dem ich gestern die Angeklagte verteidigt hatte:


Helferin der Spielcasino-Räuber bekommt Bewährung

(2011-04-12 04:57:29)

Sie gingen ins Saarbrücker Casino, beobachteten die Roulette-Gewinner und raubten sie später aus. Doch dann flog die Bande aus Lothringen auf. Gestern ist einer Frau der Prozess gemacht worden, die der kriminellen Gruppe angehörte. Sie kam mit zwei Jahren Knast auf Bewährung davon.
Von SZ-Redakteur Wolfgang Ihl


Gericht
Gestern ist einer Frau der Prozess gemacht worden, die den kriminellen Casino-Räubern angehörte. Foto:
Saarbrücken. Wegen ihrer Beteiligung bei mehreren Raubüberfällen auf Besucher der Spielbank in Saarbrücken hat das Landgericht gestern eine Frau zu zwei Jahren Gefängnis auf Bewährung verurteilt. Die 40 Jahre alte Angeklagte gehörte zu einer siebenköpfigen Bande aus Lothringen, die sich Ende 2008 und Anfang 2009 fast täglich in der Spielbank aufhielt und die Roulettespieler beobachtete. Sobald jemand einen größeren Gewinn erzielte, nahmen sie ihn genauer unter die Lupe und klärten, ob er sich als mögliches Opfer von Raub oder Diebstahl eignete. Die Überfälle verübten dann jeweils die Männer der Gruppe, darunter der Bruder und der Freund der Angeklagten. Einige Mitglieder der Gruppe müssen sich daher derzeit vor Gericht verantworten, andere wurden bereits zu mehrjährigen Haftstrafen zwischen sieben und acht Jahren ohne Bewährung verurteilt.

Eine deutlich geringere Strafe gab es für die 40-Jährige. Sie war laut Aussage der anderen Täter, ihres eigenen Geständnisses und Feststellung der Richter nicht aktiv an den Überfällen beteiligt. Sie war dabei gewesen, hatte geholfen oder war mitgefahren. Und zwar bei insgesamt drei Taten.

Die erste ereignete sich im Dezember 2008. Damals hatte ein Spielgast beim Roulette rund 16.000 Euro gewonnen. Daraufhin entwendete einer der Männer dem Opfer zwei Jetons im Wert von jeweils 1000 Euro, während der Rest der Bande den Täter vor den Videokameras in der Spielbank abschirmte.

Wesentlich brutaler ging es im Februar 2009 zur Sache.