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Donnerstag, 24. März 2011

Posteingang bei Gericht

Jetzt hatte ich schon gestern das fragliche Vergnügen, mit darüber zu wundern, dass eine per FAX eingelegte Berufung bei einem saarländischen Amtsgericht nicht eingegangen sein soll. Wir haben eine Fax - Sendebestätigung und haben dem Mandanten mal angeraten eine Strafanzeige gegen Unbekannt wegen Urkundenunterdrückung zu erstatten. Immerhin sind die Telekommunikationsdaten noch feststellbar. Heute dann wieder ein Post - Wunder - Schreiben der saarländischen Justiz. Die Mandantin befindet sich in einer Mutter - Kind - Kur und wir haben das sofort (also unverzüglich) dem Familiengericht mitgeteilt. Durch Einwurf in den Justizbriefkasten. Die Tage verstreichen und da die Familiensache sowieso sehr streitbefangen ist, läuft der Kindesvater, Umgangspfleger und nun das Familiengericht regelrecht Amok mit der Begründung keine Kenntnis von der Kur erhalten zu haben und man "möchte unverzüglich Kenntnis über den Aufenthaltsort der Kinder" haben. Schön, aber auch das Aufnahmeschreiben der Therapieeinrichtung wurde sofort an die Justiz geschickt. Nun kommt heute das Schreiben, dass unsere Schreiben ACHT TAGE gebracht hatte, bis diese vom Justiz - Briefkasten bei der Richterin vorlagen ! Hallo ? Ist dies unser Problem, wenn auf den Geschäftsstellen nichts mehr richtig läuft ? Stellt mehr Personal oder besser ausgebildete Kräfte ein. Wenn ich sehe, dass die saarländischen Gericht von der Kanzlei geschätzte 50 Meter entfernt sind und ich den Briefkasten dort fast schon aus dem Fenster sehen kann, fehlen mir schlicht die Worte.