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Dienstag, 15. März 2011

Major Tom in Japan

Heute auf dem Weg zum auswärtigen Gericht lief im Radio von Peter Schilling (das war doch der Sänger, oder ?) Major Tom. Völlig losgelöst von der Erde... .
Na ja. Bei dem Lied machte ich mir jedenfalls so meine Gedanken über das, was wir gerade an nuklearer Katastrophe aus Japan erfahren und erleiden.
Ich erinnere mich noch gut an die Zeit von Tschernobyl. Wahnsinn. Klar, die Zeiten waren anders und vielleicht nicht so medial schnelllebig wie heute. Aber ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich den ganzen Tag im Regen als Schüler arbeitete. Kein Mensch warnte vor dem Niederschlag. Böse Stimmen sagen, ich sei deswegen "verstrahlt". Nur ein Scherz. Jedenfalls mache ich mir so meine Gedanken. Was wird passieren ? Was erfahren wir als Bürger wirklich ? Was ist Wahrheit, was medial, regierungsgelenkte Information ? Es wird wohl noch eine Zeit dauern, bis wir alle Umstände erfahren. So oder so. Der Bürger wurde und wird in solchen Fällen doch meist beschwichtigend belogen. Daran werden wir nichts ändern. Aber wir können aufmerksamer werden. Auf uns und auf unsere (?) Um- Welt achten. Wir haben nur diese eine Erde und sind hier Gast. Unsere Kontinente sind doch letztlich nur schwimmende Erdplatten, die so oder so anfällig für Störungen sind. Ich bin weiß Gott kein Öko oder Weltverschwörer. Aber die Zeiten des "Atomkraft Nein danke" reichen bis in die 80ger Jahre zurück. Und es scheint, dass wir hochtechnisiert die Welt die wir uns "Untertan" gemacht haben, nun sukzessive zerstören. Für uns und was schlimmer ist - für unsere Kinder und Kindeskinder. Ist es nicht Zeit, unser Handeln zu überdenken ? Ist es sinnvoll, weiter Milliarden in Atomkraftwerke zu stecken ? Oder wäre es nicht zukunftsträchtig sinnvoller, Privathaushalten Gelder zu geben damit dort die solarenergetischen Maßnahmen in Extensum gefördert werden ? Ich denke ja. Dort liegt das Potential. Aber handeln müssen wir. In unserer Stadt, in unserem Land, in Europa, weltweit.
Für uns. Ganz egoistisch.
Diese Zeilen sind meine Gedanken aus einer Verhandlungspause bei einer Wirtschaftsstrafkammer an einem Landgericht.
Ich freue mich auf sinnvoll kritische Kommentare ebenso wie auf Zustimmung oder andere Ansichten.

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