Wir freuen uns über tolle Bewertungen.

Mittwoch, 16. Februar 2011

Freispruch

Heute mal wieder der Anklagevorwurf einer schweren Körperverletzung. Der Mandant behauptete seine Unschuld. Er sei das Opfer, die angeblichen Opfer Zeugen hätten ihn verschlagen und schwerst verletzt. Die Opfer Zeugen wurden allesamt gehört. Und wenn ich richtig gezählt habe, hat jedes Opfer wenigstens sieben Widersprüche im Vergleich zur polizeilichen Aussage dem Gericht präsentiert. Der einzige neutrale Zeuge - Polizeibeamter - schilderte dann, dass der Angeklagte dem "Mob der Aggressoren" weit unterlegen gewesen war und eigentlich nur stark blutend Schutz suchte. Daher stand fest, dass sich die Opfer Zeugen abgesprochen hatten, und dann noch schlecht. Fazit: Freispruch. 

Wenn man sich schon abspricht, sollte man sich wenigstens Mühe geben. Besser ist es bei der Wahrheit zu bleiben; denn dann gibt es meist auch keine widersprüchlichen Aussagen.