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Mittwoch, 26. Januar 2011

POLIZEI

Heute fing der Tag mal an mit einer Verhandlung am Schöffengericht in Bad Kreuznach. Vorwurf: gewerbsmäßiger Handel mit Betäubungsmitteln. Es ist immer gut, wenn man die Akte kennt. Dachte ich mir und habe die Akte gelesen. Da war ich wohl im Vorteil. Denn die Hauptbelastungszeugin hatte mehrfach bei der Polizei eine Aussage gegen "meinen" Angeklagten gemacht. Nur dumm, dass nur eine Aussage in der Akte war. Der Polizeibeamte der dafür "verantwortlich" war, wurde informatorisch gehört. Er hatte gedacht, das hätte mit unserer Sache nichts zu tun. Da ich es nicht abhaben kann - und es wider der Rechtsstaatlichkeit des Fairen Verfahrens - ist, dass mir Polizeibeamten sagen und vorsortieren was in einer Akte wichtig ist oder nicht, habe ich die Aussetzung des Verfahrens und Aktenvervollständigung mit allen Aussagen beantragt. Selbst Frau Staatsanwältin widersprach nicht und so geht es irgendwann weiter. Dann noch eine Strafverhandlung mit einem anderen Angeklagten im Anschluss wegen Verkehrsdelikten als Straftaten. Dumm, dass diese geschehen waren, als der Mandant von "mir aus der Haft" geholt wurde mit einem Jahr und sechs Monaten. Sprich der Haftbefehl wurde aufgehoben und der Mandant wurde aus der Haft entlassen und wartete auf die Ladung zum Strafantritt. Das er in dieser Zeit ohne Fahrerlaubnis fuhr und Straftaten beging, war nicht klug und wurde nun mit einem weiteren Jahr und drei Monaten ohne Bewährung bestraft. Das war vorhersehbar... .