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Dienstag, 9. November 2010

Türsteher _ Überfahren

Heute morgen mal wieder was ganz Besonderes:

Disko in Saarbrücken.
Forbach Franzosen machen dicke Arme und Stress.
Wie immer halt in Saarbrücken.
Diesmal hat sich einer der Franzosen mit einem "Deutschen" (das ist völlig neutral gemeint) auf dem Klo geprügelt.
Wie immer halt.
Der Deutsche liegt auf dem Boden und spuckt seine obere Zahnreihe aus. Blutet wie ein "Schwein". Logisch.
Sein Bruder kommt und unmittelbar danach der Türsteher, mein Mandant.
Der Franzose rennt was der Franzose nur rennen kann.
Ist weg.

Zwischenzeitlich prügelt alles was in der Nähe steht aufeinander los.
Wie immer Deutsche gegen Franzosen. Wie immer halt.

Mein Türsteher zieht einen aus der Menge und bringt den zum Ausgang.

Beim Bezahlen zeigt der noch seine Zähne, die er in der Hand hält. 


Skurril. Ähmmm. 

Nun ja:

Wer war der Täter ?

Der Franzose war ja weg und einer muss die Arztkosten doch zahlen, oder ?
Und einer muss es ja gewesen sein. 

Daher scheint die Wahl auf meinen Mandanten getroffen zu sein.

Wir haben weitere Entlastungszeugen beantragt. Es geht weiter. Mal abwarten... .

Mein Rat:
Nie Türsteher spielen !

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Und dann mal bei einem Dorfgericht in der Pfalz.
Fahrlässige Tötung. 
Ist halt nicht so schlau, mit Promille morgens um 03.15 Uhr über eine Landstraße zu laufen und nicht auf die Lichter (wo kamen die wohl her ?) zu achten.

Jedenfalls waren genug Lichter da und wumms, was war passiert ?

Der Schlauberger hin an der Motorhaube und an der Windschutzscheibe, ein kurzes Zucken und aufgrund der massiven Gesichtsverletzungen und sonstigen inneren Verletzungen:
Tot. Er ruhe in Frieden.

Klar. Aber ist der Angeklagte schuld ?
Muss er damit rechnen, dass nachts bzw. morgens Besoffene über eine Landstraße schlendern ?

Die Frage kann jeder selbst beantworten.

Interessant wurde die Sache dadurch, dass ich die andere Dame vertrat, die - ebenfalls besoffen - den Toten begleitet hatte.

Und nun sagt die Opfer - Familie, meine hätte den vor den Wagen geschubst. Ohne Grundlage, ohne Beweise. Einfach so aus Rache.

Egal was war.

Der Angeklagte hatte m.E. keine Chance. Das wäre jedem passiert.
Da er aber dummerweise 0,75  Promille hatte, wurde er verurteilt.

Und meine Mandantin soll jetzt noch - so will es die Opfer Familie - wegen Mordes angeklagt werden.
Gut, dass auch Staatsanwälte nicht allen Unsinn glauben und mitmachen.

Manchmal jedenfalls.