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Mittwoch, 10. November 2010

Staatsschutz

Mann, war der Richter heute beim Amtsgericht übel gelaunt.

Da wundert der sich, dass es von Seiten der Verteidiger ebenfalls üble Laune und folglich Anträge und Rügen gibt ?

Wie es in den Wald schallt, so schallts heraus. Auch bei Anwälten.

Worum gings?

Drei Angeklagte. Angeblich aus der "rechten Szene". Wie wird diese eigentlich definiert ?

Jedenfalls sollen die zwei Personen geschlagen haben... .
Die Zeugen - Opfer hatten bei der Polizei auch schön die Angeklagten belastet.

Und heute in der Hauptverhandlung sagten die nichts mehr von dem was die bei der Polizei gesagt hatten.

Komisch. Aber die waren sich sicher, dass die Aussage bei der Polizei so wie die in den Akten steht falsch ist.

Ein Zeuge sagte gar, der Vernehmungsbeamte bei der Polizei hätte ihm "vorformuliert".
Nett gesagt... .

Und ein Opfer bestritt gar - entgegen der Anklage - überhaupt verletzt zu sein ... .

Ein Schelm der dabei Böses denkt.

Vielleicht sind die Drei ins Visir der Verfolgungsbehörden geraten, weil diese vom Staatsschutz observiert werden ?

Meinem Mandanten bot das LKA sogar Geld um als V-Mann zu arbeiten.

Dumm, dass mein Mandant dankend ablehnte und die Beamten vom Hof jagte.

Tja. Loyalität und Ehre gibts halt doch.

Komisch, dass dann die Abteilung Staatsschutz vom LKA sogar einen Prozessbeobachter schickte.
Aber der hatte Pech. Der gute Mann wurde als Zeuge benannt und vor den Sitzungssaal verbannt.

Sorry, Herr Zeuge. Noch sauer ?

Sie bzw. der Staatsschutz liest das doch bestimmt.

Wir werden versuchen der Sache weiter auf den Grund zu gehen ... .
Fortsetzungstermin folgt... .