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Dienstag, 16. November 2010

30.000

Was tun mit der Akteneinsicht ?

Das war heute die Frage vor der Wirtschaftsstrafkammer eines pfälzischen Landgerichts.

Es war der zigste Verhandlungstag und mein Mandant fühlt sich mehr und mehr ungerecht von der Staatsanwaltschaft behandelt bzw. zu Unrecht verfolgt.

So sind Mandanten halt.

Ob zu Recht oder zu Unrecht wird man am Ende der Beweisaufnahme (geplant für Sommer 2011) sagen können. 

Nun ja.
Der Mandant hält die Sitzungsvertretung für befangen.
Das zu rügen, ist in der Praxis nur nicht so einfach.

Daher wurde die Sache mal so richtig nach dem Gesetz aufbereitet und als Antrag vorgetragen.

Sie können sich denken, dass die "Begeisterung" der Staatsanwaltschaft groß war.

Hinzukommt noch, dass gegenüber dem Gericht gerügt wurde, dass jeder der drei anwesenden Verteidiger einen verschiedenen Umfang an Akten im Rahmen der Akteneinsicht erhielt.

Letztlich sprach man im Rahmen eines Rechtsgespräches versöhnlich miteinander was nichts daran änderte, dass das Verfahren erst mal - wieder - ausgesetzt wurde bis ich als Verteidiger alle Akten bekommen habe.

Immerhin ... schließlich will der Mandant wissen weshalb er sich verantworten soll und ich als sein Verteidiger bin ja auch kein Spielball ... .

Ende des Monats gehts weiter.

Jetzt warten wir erstmal auf so 30.000 Seiten an weiteren Akten.